Die Würfeluhr kommt zurück!

Würfeluhr

Um die Würfeluhr am Johann-Nepomuk-Berger-Platz haben sich so manche AnrainerInnen in letzter Zeit Sorgen gemacht. Im Zuge der Bauarbeiten musste die Uhr vorübergehend entfernt werden. Die gute Nachricht: Die Würfeluhr bleibt erhalten und wird noch dieses Jahr wieder am Johann-Nepomuk-Berger-Platz aufgestellt!

Die würfelförmigen Uhren sind nach wie vor ein beliebter Bestandteil des Wiener Stadtmobiliars. Ihre heutige Form besteht seit der Jahrhundertwende des vorigen Jahrhunderts. Sie setzt sich aus 6 gleichseitigen Acht-Ecken und 8 Dreiecken zusammen. Das entspricht einem Würfel, dessen Ecken gekappt worden sind.

Die Würfeluhr einst und heute

Bereits 1885 gab es die erste Ständeruhr am Naschmarkt, damals allerdings noch nicht in Würfelform. Der erste Prototyp wurde 1907 neben der Staatsoper an der Kreuzung Ring und Kärntnerstraße aufgestellt. Sie wurde von einer „Mutteruhr“ in einer nahe gelegenen Litfaßsäule durch elektrische Impulse gesteuert.

Nach und nach wurde das Netz der Wiener Uhren ausgebaut. Ab 1948 nutzte man ein zentrales Uhrensteuerungssystem, das über das Leitungsnetz der Feuerwehr gesteuert wurde. 1965 gab es 115 zentral gesteuerte Uhren, weitere 22 mussten noch von Hand aufgezogen werden. Seit den 70er Jahren werden die Würfeluhren über Funk gesteuert.

Die Wiener Städtische hat 2007 die teuren Wartungsarbeiten der Uhren übernommen und ist deshalb mit ihren Logo auf den Uhren vertreten.