Am Johann-Nepomuk-Berger-Platz wünsche ich mir…

Was wünschen sich Jugendliche für den Johann-Nepomuk-Berger-Platz? Wir waren vor Ort und haben einige Meinungen eingeholt. Marjan kommt auf ihrem Schulweg täglich hier vorbei und meint folgendes:

„Ich durchquere den JNB-Platz täglich auf dem Weg in die Schule und beobachte ihn dabei. Mir fällt es auf, dass sich hier hauptsächlich ältere Menschen aufhalten, Jugendliche und kleine Kinder sieht man kaum. Das kann man eh nur ändern, indem man Aufenthaltsräume schafft, die speziell für Jugendliche und Kids „geschnitten“ sind.
Wir brauchen Sitzgelegenheiten, die man auch im Regen oder im Winter nutzen kann. Meine FreundInnen und ich spielen beispielsweise liebend gerne Uno im Freien.“

Auch Mehmet und Tarik sind oft hier am Platz und wünschen sich einen ruhigen Ort zum Lernen.

Mehmet und Tarik am JNB-Platz
Mehmet und Tarik am JNB-Platz

„Wir wünschen uns schöne und bequeme Lernplätze für den JNB-Platz!
Der idealer Lernplatz? Unter einem Baum in einer ruhigeren Park-Ecke.
Kleinere grüne Hügel wären auch super, damit man sich draufsetzen kann, um sich mit der Natur zu vereinen!  Viel Grün, bitte!“

Marino und Mert hingegen würden sich über eine Möglichkeit zum Ballspielen freuen.

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Marino: „Ich gehe am JNB-Platz oft vorbei. Der Grund, warum es hier kaum Jugendliche gibt ist, dass es hier kaum etwas für uns gibt. Was sollen wir hier bitte machen?
Ein Ballspielplatz wäre super!  Viele Jugendliche würden dann hierher zum spielen kommen.
Mert: ..und für Mädchen dann zum Beispiel ein Volleyballplatz!
Was mir auch noch auffällt: der Asphalt hier ist recht uneben, man stolpert oft.

Am Johann-Nepomuk-Berger-Platz wünsche ich mir…

Was wünscht ihr euch für den Johann-Nepomuk-Berger Platz?

Das wollen wir von den BewohnerInnen wissen und haben auch schon zahlreiche Antworten bekommen. Wie zum Beispiel von Tamara und Marina, die wir am Platz getroffen haben.

„Wir wünschen uns ein paar Trainingsmöglichkeiten im Freien, zum Beispiel eine Klimmzugstange!
Irgendwas zum Auspowern, zum Dehnen. Stichwort Street-Workout!

Tamara und Marina JNB-Platz
Tamara und Marina am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Auch die beiden jungen Männer Mohammed und Ahmed würden sich über Fitnessgeräte am Platz freuen. Außerdem könnten sie sich einen Ballspielkäfig – ähnlich wie im nahe gelegenen Lorenz-Bayer-Park oder am Yppenplatz gut vorstellen.

Bäume sind wichtig!

Wenn auch in vielen Gesprächen zur Neugestaltung des Johann-Nepomuk-Berger-Platzes darüber geredet wird, was dem Platz fehlt, heißt das nicht, dass derzeit alles schlecht ist! Eine Stärke des Johann-Nepomuk-Berger-Platzes sind definitiv seine vielen Bäume – darüber ist man sich weitgehend einig.

Hier lässt es sich gut im Schatten sitzen
Hier lässt es sich gut im Schatten sitzen

Besonders wichtig ist der Baumbestand für das Mikroklima im Stadtteil. In den heißen Sommermonaten spenden die großen alten Linden, Robinien und Ahorne angenehme Kühle. So heizt sich der Platz weniger auf als seine Umgebung. Der Erhalt dieser Qualität ist vielen BewohnerInnen ein Anliegen.

Lindenbäume sind etwas ganz besonderes. Pflanzt man irgendwo einen Lindenbaum, kann man sich sicher sein, dass dieser Ort eine beruhigende und stark verbindende Qualität haben wird. Der künftige Johann-Nepomuk-Berger-Platz braucht auf jeden Fall solche Rückzugsorte, an denen man sich vom Stress kurz erholen kann. Stichwort: Entschleunigung.

Gebrüder Kment: "Lindenbäume verleihen dem Platz eine besondere Qualität"
Den Gebrüdern Kment liegen besonders die alten Linden am Herzen.

Am 4. April starten die Parkgespräche am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Mit den ersten warmen Frühlingstagen verlagern sich viele Aktivitäten nach draußen und so auch die Gespräche zur Neugestaltung des Johann-Nepomuk-Berger-Platzes. Nach der letzten GB*-Sprechstunde im Café Backeck geht es nun mit den Parkgesprächen in die nächste Runde. An 3 Terminen möchten wir gemeinsam mit allen NutzerInnen, denen die Parkgestaltung ein Anliegen ist, Themen und Ziele für den Platz definieren und Konfliktpunkte ausdiskutieren. Und zwar direkt am Johann-Nepomuk-Berger-Platz an den Tischen in der Wiesenfläche.

Parkgespräche
4. und 25. April, 4. Mai
jeweils 16 bis 18 Uhr

Was braucht der Platz?

Viele AnrainerInnen haben im März die GB*-Sprechstunden im Cafe Backeck besucht und mit den GB*-MitarbeiterInnen über die Zukunft des Parks gesprochen. So zum Beispiel auch Frau S., die sich Gedanken über den Taxistandplatz macht.

„Wenn der Taxistandplatz verlegt wird, hätte ich nichts dagegen. In der Nacht kann das schon mal etwas unangenehm für uns AnrainerInnen sein.

Der Platz wird aktuell wenig genutzt, etwas mehr Belebung würde mir gut gefallen.“

Florian und Martine von der GB* im Gespräch mit AnrainerIn Frau S.
Florian und Martine von der GB* im Gespräch mit AnrainerIn Frau S.

Mehrmals wurde die am Platz befindliche Uhr erwähnt. Dazu gab es die Idee einer Erweiterung durch Temperatur- oder Datumsanzeige. Josef, den wir in der Neulerchenfelder Straße getroffen haben, liegt die Uhr ganz besonders am Herzen:

Die große Uhr am JNB-Platz war für mich immer besonders wichtig, ich hoffe diese bleibt auch nach der Umgestaltung dort wo sie ist.
Ich habe 40 Jahre lang in der Ottakringer Brauerei gearbeitet
und nie eine Armbanduhr gebraucht!

Und wie soll die Oberfläche des Platzes gestaltet werden? Anrainerin Simone hat dazu folgenden Vorschlag:

„Eine schön gepflasterte Fläche, die ich betreten und nutzen kann, ist mir viel lieber als eine unzugängliche, erhöhte Wiese.
Ich wünsche mir für den JNB-Platz einen schönen, neuen Bodenbelag. Wenn ich in der Stadt bin, dann will ich auch einen urbanen Raum!“

Anrainerin Simone am Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Anrainerin Simone am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Bürgerbeteiligung am Johann-Nepomuk-Berger-Platz: Ein Vormittag im Cafe Backeck

Dienstag, 10 Uhr, Café Backeck am Johann-Nepomuk-Berger-Platz in Wien Ottakring. Die Sonne scheint durchs Fenster, in der Vitrine liegen frische Kipferl, Semmeln und Mehlspeisen appetitlich nebeneinander aufgereiht.

Vitrine im Café Backeck
Im Café Backeck

Frau J. drückt einen Cappuccino aus der fauchenden Kaffeemaschine währen Herr J. einen Tisch für die nächsten Gäste abwischt. Eine gelbe Schachtel auf der Bar sticht ins Auge: „Ideenbox Johann-Nepomuk-Berger-Platz“ steht drauf. Und „Was könnte hier sein?“

Auch im Fenster weist ein Stapel Info-Broschüren auf die aktuelle Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung des Platzes hin, den man aus dem Fenster des Lokals sehen kann.

„Meine Frau und ich sind seit 8 Jahren hier und sehr zufrieden. Demnächst wollen wir ausbauen. Ein Schanigarten vor dem Lokal wäre schön. Wenn der Gehsteig durch die Umbaumaßnahmen verbreitert wird, gehen sich da schon ein paar Tische und Sessel aus“

Im hinteren Gastraum sind alle Tische besetzt: Es wird heftig diskutiert, notiert, auf Pläne gezeigt, gestikuliert und zugehört. Die Sprechstunde der GB* zur Neugestaltung des Johann-Nepomuk-Berger-Platzes ist in vollem Gange und schon in der ersten Woche gut besucht. Die Neugestaltung des Parks aber auch die Umbaumaßnahmen der Wiener Linien und die bevorstehende Baustelle sind ein heißes Thema.

„Die Erneuerungen finde Ich gut, mich wird nur der Umbau stören.“

Bürgerbeteiligung Johann-Nepomuk-Berger-Platz im Café Backeck
Sprechstunde im Café Backeck

Die neue Führung der Straßenbahn wird ebenso besprochen wie die Themen Verkehrsberuhigung, Taxistände, Parkplätze und Hunde im Park.

„Im Park lassen die Hundebesitzer ihre Hunde oft ohne Leine laufen! Was von den Hunden übrig bleibt, müssen wir AnrainerInnen dann selbst wegräumen.“

„ An den Wochenenden kriegen wir keine Parkplätze wegen den Veranstaltungen in der Ottakringer Brauerei.“

Auch zur zukünftigen Möblierung gibt es Vorschläge:

„ Der Platz soll einen Trinkbrunnen und eine WC-Anlage haben.“

„Blumen am Platz wären schön anstelle dieser trockenen Gräser“

Unter den Gästen ist auch Herbert. Er wohnt im Haus gegenüber und ist Stammgast im Backeck, man kennt sich untereinander. Herbert sieht die Zukunft positiv:

Schnell vergeht die Zeit, die Sprechstunde neigt sich dem Ende zu. Martine, Seda und Manfred von der GB* packen ihre mit Notizen vollgeschriebenen Zettel, Hefte und Pläne ein. Ziemlich viel Input für eine Stunde. „Am Abend um 17 Uhr kommen wir wieder zur zweiten Sprechstunde. Bis später!“

Bürgerbeteiligung Johann-Nepomuk-Berger-Platz im Café Backeck
Martine von der GB* mit den BetreiberInnen des Cafe Backeck.

 

Was braucht der Johann-Nepomuk-Berger-Platz? AnrainerInnen sagen ihre Meinung!

Seit Montag läuft die Bürgerbeteiligung für den Johann-Nepomuk-Berger-Platz. Das Projekt ist schon in aller Munde, vielen BewohnerInnen ist die zukünftige Platzgestaltung ein wichtiges Anliegen. Durch die Entfernung der Schienen aus der Platzmitte wird die bisher zweigeteilte Grünfläche zu einer 3 800 m² großen Parkanlage, deren Gestaltung von den AnrainerInnen mitbestimmt werden soll.

Was braucht der neue Platz und die Menschen die hier leben?

PassantInnen, HundebesitzerInnen, Jugendliche, Frauen, Männer, Familien, Kinder, ältere Menschen – viele haben bereits im Rahmen der Bürgerbeteiligung ihre Meinung geäußert, Fragen gestellt und ihre Ideen eingebracht.

„Ich finde es super, dass hier was passiert. Bitte keine Hundezone!“

Dame mit Hund am Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Dame mit Hund am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

„Mehr Grün ist in dieser Gegend besonders wichtig. Und alles, was zur Beruhigung und Entschleunigung beiträgt.“

Bürgerbeteiligung Johann-Nepomuk-Berger-Platz
PassantInnen am  Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Ich red‘ immer mit den Leuten, wenn mir was nicht passt. Ich geh hin und sag es ihnen. Meine Nachbarn sagen dann: „Na du traust dich was“ und ich antworte ihnen: ich hab doch keine Angst!

Hundebesitzerin am Johann-Nepomuk-Berger-Platz im Gespräch mit GB*-Mitarbeiter
Hundebesitzerin im Gespräch mit der GB* am Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Und was meinst du?

Komm vorbei, schreib uns deine Idee, ruf uns an oder nutze einen unserer Ideen-Briefkästen im Café Backeck oder im GB*-Lokal!