Die Würfeluhr kommt zurück!

Um die Würfeluhr am Johann-Nepomuk-Berger-Platz haben sich so manche AnrainerInnen in letzter Zeit Sorgen gemacht. Im Zuge der Bauarbeiten musste die Uhr vorübergehend entfernt werden. Die gute Nachricht: Die Würfeluhr bleibt erhalten und wird noch dieses Jahr wieder am Johann-Nepomuk-Berger-Platz aufgestellt!

Die würfelförmigen Uhren sind nach wie vor ein beliebter Bestandteil des Wiener Stadtmobiliars. Ihre heutige Form besteht seit der Jahrhundertwende des vorigen Jahrhunderts. Sie setzt sich aus 6 gleichseitigen Acht-Ecken und 8 Dreiecken zusammen. Das entspricht einem Würfel, dessen Ecken gekappt worden sind.

Die Würfeluhr einst und heute

Bereits 1885 gab es die erste Ständeruhr am Naschmarkt, damals allerdings noch nicht in Würfelform. Der erste Prototyp wurde 1907 neben der Staatsoper an der Kreuzung Ring und Kärntnerstraße aufgestellt. Sie wurde von einer „Mutteruhr“ in einer nahe gelegenen Litfaßsäule durch elektrische Impulse gesteuert.

Nach und nach wurde das Netz der Wiener Uhren ausgebaut. Ab 1948 nutzte man ein zentrales Uhrensteuerungssystem, das über das Leitungsnetz der Feuerwehr gesteuert wurde. 1965 gab es 115 zentral gesteuerte Uhren, weitere 22 mussten noch von Hand aufgezogen werden. Seit den 70er Jahren werden die Würfeluhren über Funk gesteuert.

Die Wiener Städtische hat 2007 die teuren Wartungsarbeiten der Uhren übernommen und ist deshalb mit ihren Logo auf den Uhren vertreten.

Achtung Baustelle! Bauarbeiten am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Die Bauarbeiten für die neue Streckenführung der Straßenbahnlinien 2 und 44 haben mit Juli begonnen. Über die Sommermonate wird gearbeitet, weshalb sich vorübergehend so mancher Alltagsweg rund um den Johann-Nepomuk-Berger-Platz verändert.

Die Änderungen im Überblick
  • Der motorisierte Individualverkehr wird bis Ende des Jahres umgeleitet.
  • Die Straßenbahnlinien 2 und 9 werden bis 2. September verkürzt geführt.
  • Die Linie 44 ist bis dahin eingestellt.
  • Zwischen Dornbach, Güpferlingstraße und Rosensteingasse fährt der Ersatzbus 44E.
Plan Bauarbeiten Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Schienenersatzverkehr am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Nach den Sommerferien können die Linien 2 und 44 bereits in ihrer neuen Streckenführung fahren. Die beiden neuen Direktverbindungen aus Ottakring und Hernals ins Zentrum sind somit ab 2. September aktiv!

Infos zum Umbau und Straßenverkehr

Website der Wiener Linien
Kundendienst der Wiener Linien: 01/7909100
Infoline Straße und Verkehr der Stadt Wien: 01/95559

Bezüglich der Gestaltung des Parks halten wir euch auf dem Laufenden. Derzeit ist der Entwurf noch in Arbeit, die Bauarbeiten sind für das Frühjahr 2018 geplant.

JNB-Platz NEU – Die Planung kann beginnen!

Jede Menge Inputs, Wünsche und Ideen der BewohnerInnen haben die MitarbeiterInnen der GB*7/8/16 in den letzten zwei Monaten für die Neugestaltung des Johann-Nepomuk-Berger-Platzes gesammelt. Viele haben die Möglichkeit zur Beteiligung genutzt und wichtige Themen eingebracht.

Nun wird es konkreter: Carla Lo und ihr Team arbeiten derzeit an einem ersten Entwurf für den urbanen Park. Die jungen LanschaftsarchitektInnen konnten bei der Ausschreibung überzeugen und wurden mit der Planung beauftragt. Über den Auftrag hat sich das Büro sehr gefreut, insbesondere auch deswegen, weil Samuel Bucher, der an dem Projekt maßgeblich beteiligt ist, in der Nähe des Platzes wohnt, also selber Anrainer ist.

Carla Lo und ihr Team
Carla Lo und ihr Team
Was passiert jetzt mit dem Johann-Nepomuk-Berger-Platz?

Was sind die Herausforderungen aus planerischer Sicht und wie geht man mit den Inputs aus der Bürgerbeteiligung um? Wir waren neugierig und haben das Team in ihrem Büro im 3. Bezirk besucht.

Das Planungsbüro Carla Lo gibt es seit 2009. Das Team hat in den letzten Jahren vermehrt Projekte für die Stadt Wien entwickelt und dabei auch Erfahrungen mit Bürgerbeteiligungsprozessen gesammelt. Zum Beispiel im 15. Bezirk beim Projekt Grünes Grätzel Maria vom Siege oder im Sachsenpark.

„Das Schwierige an den Beteiligungsprozessen ist klarerweise, dass man es niemals allen recht machen kann. Man kann leider Vieles nicht erfüllen. Das Herausfordernde ist auch, dass uns oft ‚Bilder‘ erzählt werden. Eine Rose ist aber oft nicht nur eine Rose, sondern steht für einen gemütlichen Sitzplatz, für Ruhe, fürs Entspannen oder für die Natur, vielleicht auch für Bienen, die da rumsurren oder für die Schmetterlinge! Diese symbolischen Bilder müssen wir als PlanerInnen erst mal entschlüsseln um herauszufinden welche Qualitäten wirklich gewünscht sind!“

Ihr momentaner Eindruck vom Platz ist der, eines dunklen und schattigen Ortes, mit wenigen Nutzungsmöglichkeiten. Es gibt also noch einiges zu tun! Dabei ist es aber wichtig, nicht zu gruppenspezifisch zu arbeiten, sondern „eine neutrale Gestaltung im Vordergrund zu behalten, damit der Platz möglichst vielen verschiedenen NutzerInnengruppen offen bleibt“. Als Freiraumplanerin ist man stets so eine Art Anwältin aller!“, meint Carla. „Der öffentliche Raum ist und soll ja für alle da sein!“ Dass dies nicht immer eine einfache Aufgabe ist, kann man sehr gut am Beispiel des Johann-Nepomuk-Berger-Platzes beobachten: „die Wünsche und Ansprüche sind wirklich unterschiedlich und zum Teil sehr widersprüchlich!“ Verständnis für unterschiedliche Bedürfnisse wünscht sich Carla deshalb auch von den NutzerInnen selbst: „Es wäre schön, wenn die unterschiedlichen AnrainerInnen über ihre eigenen Ansprüche hinaus sehen und auf andere NutzerInnen Rücksicht nehmen. Nur so kann ein gutes Miteinander am Platz gelingen!“

Neben funktionalen gibt es aber auch räumliche Herausforderungen die zu meistern sind: „Gestalterisch wird es am Johann-Nepomuk-Berger-Platz herausfordernd sein, den Baumbestand mit der Neuplanung zu überlagern“, so Carla Lo.

Es bleibt also weiterhin spannend. Wir danken Carla für das nette Gespräch und freuen uns auf den Entwurf.

BewohnerInnen reden mit! Parkgespräch #3 zum Thema Begrünung

Das dritte und letzte Parkgespräch am Johann-Nepomuk-Berger-Platz fand vergangenen Donnerstag statt. Im Mittelpunkt stand das Thema Begrünung. Grünraum-Expertin Christine Holz von der MA42 (Wiener Stadtgärten) war zu Gast und gab Input zu den Möglichkeiten der Bepflanzung.

Machen wir’s Grün!

So lautete das Motto des dritten Parkgesprächs. Dass der neue Park grün werden soll, darüber ist man sich einig. Über so manches Detail gab es dann doch einiges zu diskutieren.

„Lasst uns mit einer Bestandsaufnahme beginnen. Welche Grünelemente gibt es bereits am Platz ?“ leitet Martine von der GB* das Gespräch ein. Da wäre zum Ersten der Baumbestand. „Die Bäume tun dem Platz gut. Sie müssen unbedingt erhalten bleiben.“ meint ein Teilnehmer. „Wir brauchen sie als Schattenspender im Sommer und zur Verbesserung des Mikroklimas.“ Ganz erhalten geht dann aber doch nicht, weiß die GB*: die beiden Robinien entlang der Ottakringer Straße und der Hibiskus gehen beim Umbau verloren. Ersatzpflanzungen sind aber vorgesehen.“Wie wäre es denn mit Birken?“ meint eine Dame. „Ach nee, lieber etwas Kleineres“ ruft eine andere. „Ob man den schönen Hibiskus nicht versetzen könnte?“ will ein Herr wissen. „Probieren können wirs. Aber Ausfälle wird’s sicher geben bei so großen Pflanzen“ wissen die ExpertInnen.

Dann wäre da die Grünfläche. Sie wird derzeit hauptsächlich von HundebesitzerInnen genutzt.“Ich würde aber gerne im Sommer in der Wiese liegen, so wie zum Beispiel im Votivpark.“ wünscht sich ein Anrainer.

Und was sagt man zu den Staudenbeeten? Hier sind die Geschmäcker verschieden. „Die trockenen Gräser gefallen mir nicht!“ meint eine Frau, deren Meinung aber aber nicht alle teilen. Dem Wunsch einer Bewohnerin, Rosen anzupflanzen, entgegnet Frau Holz: „Rosen sind zu Aufwendig in der Pflege, sie müssen häufig geschnitten werden. Und wenn die Bepflanzung dann vernachlässigt aussieht, hat auch keiner was davon!“

Ideen gab es auch zum Thema Urban Gardening: Ein Gemeinschaftsgarten oder Hochbeete zum Gärtnern für BewohnerInnen könnten angedacht werden. Auch der Kindergarten in der Feßtgasse möchte sich einbringen: „Verschiedene Bäume, die wir im Jahreskreis beobachten und betreuen könnten, wären eine gute Idee. Und eventuell beim Pflanzen schon mitzuhelfen, das wäre total cool!“

Parkgespräch #3
Parkgespräch #3
Jetzt wird geplant!

Alle Wünsche, Ideen, Gestaltungsgsvorschläge und sonstige Inputs der BürgerInnen wurden von der GB*7/8/16 zusammengefasst und an das Planungsbüro Carla Lo übergeben. Die LandschaftsarchitektInnen arbeiten nun an einem ersten Entwurf für den neuen Johann-Nepomuk-Berger-Platz. Noch vor dem Sommer soll der Vorentwurf in der GB* präsentiert werden. Alle sind herzlich eingeladen, den PlanerInnen Feedback zu geben!

BewohnerInnen reden mit! Parkgespräch #2 zum Thema Verkehr

Das Thema Verkehr am Johann-Nepomuk-Berger-Platz stand im Mittelpunkt des Parkgesprächs vergangenen Dienstag. Wie auch schon beim Parkgespräch #1 kamen viele AnrainerInnen des Platzes und BewohnerInnen aus der näheren Umgebung vorbei, um zu diskutieren und sich zu informieren. Herr Kienzl von der Magistratsabteilung für Straßenverwaltung und Straßenbau (MA28) gab Auskunft zur Verkehrsorganisation.

Parkgespräch #2 JNB-Platz
Parkgespräch #2 JNB-Platz

Mit dabei waren auch zwei MitarbeiterInnen der Wiener Linien. Frau Waltjen und Herr Cremer standen den Leuten Rede und Antwort zur Änderung der Linienführung der Straßenbahnen 2 und 44. Einigen BewohnerInnen und Geschäftstreibenden bereiten die Bauarbeiten im Sommer oder die Umstellung ihrer täglichen Wege Sorgen. Letztendlich bringt aber der Linientausch für die meisten Menschen Vorteile. Herr Cremer meint dazu: „Öffentlicher Verkehr ist immer ein Abwiegen von Interessen und ein Kompromiss. 20 000 BewohnerInnen werden von der geänderten Linienführung profitieren und können schneller und auf direktem Weg in die Innenstadt fahren. Rund 300 BewohnerInnen werden umsteigen müssen.“

Parkgespräch zum Thema Verkehr
MitarbeiterInnen der Wiener Linien beantworteten Fragen zum öffentlichen Verkehr

Am 3.7. starten die Bauarbeiten, weshalb der Platz während der Sommerferien für den gesamten Verkehr gesperrt wird. Die Linie 44 kann nicht fahren und die Linien 2 und 9 werden kurz geführt. Während dieser Zeit ist ein Ersatzbus zwischen Rosensteingasse und Dornbach geplant.

Der Park und seine Nebenstraßen

Was den Park betrifft, so ging es konkret um die Einbindung der beiden angrenzenden Nebenstraßen Abelegasse und Eckmüllnergasse. Martine Claus von der GB* stellte erst ein paar Varianten der Gestaltung vor, danach wurde diskutiert.

  • Sollen die Straßen durchgehend befahrbar bleiben oder nicht?
  • Können sie zu Einbahnen, Sackgassen oder Wohnstraßen werden?
  • Soll es Längs- oder Schrägparkplätze geben?
  • Kann der Park in den Straßenraum erweitert werden?
  • Macht eine Niveauangleichung Sinn?
Parkgespräch #2 am JNB-Platz
Aufzeichnungen zum Parkgespräch #2 am JNB-Platz

Das nächste Parkgespräch widmet sich dem Thema Begrünung. Zusammen mit einer Expertin der Wiener Stadtgärten (MA42) können verschiedene Möglichkeiten der Bepflanzung vorgeschlagen und diskutiert werden. Kommt vorbei und redet mit!

Parkgespräch #3
4.5.2017, 16-18 Uhr

Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Damals am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Der Johann-Nepomuk-Berger-Platz hat nicht nur eine Zukunft als neu gestalteter urbaner Platz vor sich, sondern auch eine spannende Vergangenheit hinter sich. Wir haben uns näher mit der Geschichte des Platzes beschäftigt und sind dabei auf einige interessante Fakten gestoßen.

Johann-Nepomuk-Berger war Rechtsanwalt, Schriftsteller und liberaler Abgeordneter während der Zeit der Monarchie. Berger kaufte den Platz vom Staat und überließ ihn später den Gemeinden Ottakring und Neulerchenfeld zu einem günstigen Preis.

Marktplatz und Pferde-Altersheim

Um die Jahrhundertwende war am „Berger-Platz“ ziemlich viel los, er war schon damals ein sehr urbaner Platz. Es gab einen Markt, ein markantes Brunnenhaus zur Wasserentnahme, und auch das Bürgermeisteramt (die heutige Bezirksvorstehung am Richard-Wagner-Platz) war in einem der Gebäude untergebracht. An der nördlichen Seite lag ein Heim für marode Straßenbahn-Pferde, das allerdings mit der Einführung der elektrischen Straßenbahn bald geschlossen wurde.

Der Johann-Nepomuk-Berger-Platz um 1900
Der Markt am Johann-Nepomuk-Berger-Platz um 1900
Vergnügen und Unterhaltung

Unterhaltung war am Johann-Nepomuk-Berger-Platz nach 1900 groß geschrieben. Johann und Helene Nehéz zogen mit ihrem Zentral Kino 1911 von der Ottakringer Straße an die Ecke Abelegasse / Eckmüllnergasse. Heute beherbergen die ehemaligen Kinoräumlichkeiten einen Flohmarkt, der jedes Wochenende geöffnet hat und durchaus einen Besuch wert ist!

Flohmarkt Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Flohmarkt im ehemaligen Zentral Theater am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Auf der anderen Platzseite neben der Feuerwehr befand sich das bekannte Vergnügungslokal Varieté Westend. Hans Moser spielte hier am Anfang seiner Schauspielkarriere, und auch die skandalumwitterte Josephine Baker hatte hier einen Gastauftritt. Im Jänner 1938 wurde das Theater abgerissen, um einem Wohnhaus und der Erweiterung der daneben befindlichen Feuerwehr Platz zu machen.

Direkt über der Ausfahrt der Feuerwehr ordinierte in den 1960er Jahren ein beliebter Kinderarzt, bei dem die Wartezeit durch ausfahrende Feuerwehrautos durchaus spannend war…

Die Ottakringer Brauerei war damals noch viel kleiner als heute. Auf dem Areal befand sich um die Jahrhundertwende eine Waffenfabrik, später mehrere Wohnhäuser. Die Gebäude wurden abgerissen, die Brauerei expandierte und wurde zum Landmark am heutigen Johann-Nepomuk-Berger-Platz.

JNB-Platz 1936
Johann-Nepomuk-Berger-Platz 1936

Wir bedanken uns beim Bezirksmuseum Ottakring, das uns die historischen Aufnahmen freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat!

Am Johann-Nepomuk-Berger-Platz wünsche ich mir…

Heute waren wir wieder am Johann-Nepomuk-Berger-Platz unterwegs und haben mit Menschen gesprochen, die sich oft dort aufhalten. Trotz Aprilwetter nahmen sich einige NutzerInnen des Platzes Zeit für ein Gespräch und verrieten uns, was ihnen bei der Neugestaltung wichtig ist.

„Wenn ich mich so umsehe, sehe ich am JNB-Platz hauptsächlich Männer. Warum eigentlich?
Vielleicht kann man sich diese Frage bei der Umgestaltung stellen. Was muss dieser Platz haben, um auch Frauen aktiv anzusprechen?“

Sara am Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Sara am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

“Ich bin nicht gerade die ängstlichste, aber die Beleuchtung hier ist katastrophal. Machen Sie einen sicheren Ort aus diesem Platz! Eine gute Beleuchtung ist für alle, besonders aber für Frauen sehr wichtig. Offene Flächen sind auch ein Muss. Bloß keine Gebüsche und Verstecke einplanen, dann sind wir schon auf dem richtigen Weg!“

Petra am Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Petra am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

„Ich wünsche mir, dass hier an diesem Platz viel mehr für Frauen gemacht wird. Wo sollen denn Frauen mit kleinen Kids hin? Nicht zum JNB-Platz, sage ich Ihnen, weil es für sie hier gar nichts gibt. Oft reicht auch nur eine einzige Sandkiste. Das ist doch kein großer Eingriff. Denken sie bei der Umgestaltung bitte daran, ok?!“

Beatrix am Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Beatrix am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Und was wünscht ihr euch am Johann-Nepomuk-Berger-Platz? Was fehlt? Was würdet ihr anders machen? Schreibt uns an gb16@gbstern.at

BewohnerInnen reden mit! Parkgespräch #1 am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Ein Dienstag Nachmittag Anfang April. Auf den Bäumen am Johann-Nepomuk-Berger-Platz sprießt bereits zartes Grün, Vogelgezwitscher mischt sich unter die gewohnte Geräuschkulisse aus Verkehrslärm.

Die Tische und Bänke stehen gruppiert in der Grünfläche, daneben viele bunte Schilder, die zur Beteiligung aufrufen. „Da kann man drüber reden“ ist auf einem der Schilder zu lesen. Passend zum ersten von drei Parkgesprächen, das heute hier statt findet. Dieses Format der Beteiligung gibt BewohnerInnen die Möglichkeit, an der zukünftigen Gestaltung des Parks teilzuhaben.

Langsam füllen sich die Sitzgelegenheiten, um die Tische hat sich bereits eine kleine Menschentraube gebildet. Auch ein paar vierbeinige Besucher sind dabei. Unter den TeilnehmerInnen sind sowohl direkte AnrainerInnen und „Stammgäste“ des Parks, als auch BewohnerInnen aus der Umgebung, die sich für das Geschehen im Bezirk interessieren. Einige kennen sich bereits aus den Sprechstunden im Cafe Backeck. Neugierig treten auch einige PassantInnen näher.

Das Diskutieren über den Platz fällt allen leicht. Man merkt, das Thema liegt den Beteiligten am Herzen. Neben gemeinsamen Anliegen wie etwa der Idee eines Trinkbrunnens am Platz, werden auch gegensätzliche Meinungen, wie etwa zum Thema Sträucher oder zur Ausgestaltung der Platzränder ausführlich diskutiert. Martine von der GB*7/8/16 moderiert, möglichst alle sollen zu Wort kommen. Ihre beiden Kolleginnen Seda und Barbara notieren die Aussagen und Meinungen. Diese sollen ja letztendlich die Grundlage für die Freiraumplanung werden.

Parkgespräch
Parkgespräch #1

Darum ging es beim ersten Parkgespräch

  • Wasser am Platz
  • Sitzgelegenheiten
  • Hundezone
  • Begrünung
  • Beleuchtung
  • Gestaltung der Randbereiche

Insgesamt spricht man sich für einen nutzungsoffenen Platz aus, der Veränderungen zulässt. Denn wie die Geschichte des Platzes zeigt, kann sich so ein „Platzleben“ durchaus im Laufe der Jahre ändern.

Bald ist es 18 Uhr und das erste Parkgespräch geht zu Ende. Martine bedankt sich bei den TeilnehmerInnen, schön langsam löst sich die Gruppe wieder auf. Bis zum nächste Mal am Johann-Nepomuk-Berger-Platz!

Es geht weiter!

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die vielen Inputs! Zwei weitere Parkgespräche gibt es am 25. April (Thema „Verkehr“) und am 4. Mai (Thema: Begrünung) jeweils von 16 bis 18 Uhr. Wir laden euch herzlich ein, vorbeizukommen und mitzureden!

Ausstellung zum Johann-Nepomuk-Berger-Platz in der GB*7/8/16

Anlässlich der Neugestaltung des Johann-Nepomuk-Berger-Platzes widmet sich die aktuelle Ausstellung in der GB*7/8/16 dem Platz, seiner Geschichte und aktuellen Entwicklung.

Wer war eigentlich Johann Nepomuk Berger?

Zur Vorbereitung des Projekts haben wir uns im letzten Jahr intensiv mit der Vergangenheit des Platzes auseinandergesetzt, historische Fakten, Geschichten und Bildmaterial zusammengetragen. Dabei sind wir auf ein paar spannende Besonderheiten gestoßen. Wusstet ihr zum Beispiel dass sich hier bis in die 70er Jahre ein Markt befand? Oder dass ein Selbstmordversuch zum Einsturz eines Gebäudes führte? Wie der Platz um die Jahrhundertwende ohne Autos aussah und wie er sich zum wichtigsten Verbindungspunkt zwischen Neulerchenfeld, Ottakring und Hernals entwickelte, wird in der Ausstellung erklärt und veranschaulicht.

Letzten Sommer haben wir auch selber viel Zeit am Platz verbracht, den Freiraum genau analysiert und mit vielen seiner NutzerInnen gesprochen. Was wir dadurch über den Platz erfahren konnten, haben wir ebenfalls in der Ausstellung für euch aufbereitet. Kommt vorbei und macht euch selbst ein Bild!

Ausstellung in der GB* 7/8/16 zur Neugestaltung JNBP
Ausstellung in der GB* 7/8/16 zur Neugestaltung JNBP

Die Ausstellung kann ab sofort im Lokal der GB*7/8/16 besucht werden. Bis Sommer 2018 wird sie laufend mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung ergänzt und erweitert.

Öffnungszeiten
MO, DI 9-12 und 13-17 Uhr
DO 13-19 Uhr
FR 9-12 Uhr

Selbstverständlich könnt ihr im GB*- Lokal auch gleich eure Wünsche und Vorschläge zur Neugestaltung abgeben. Einfach auf den Folder schreiben und ab in die Ideen-Box!

Ideenbox zur Bürgerbeteiligung Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Ideenbox zur Bürgerbeteiligung Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Komm in den Schilderwald! Wir geben dem Johann-Nepomuk-Berger-Platz eine Stimme.

Seit letzter Woche stehen sie am Johann-Nepomuk-Berger-Platz: Bunte Schilder in verschiedenen Größen mit unterschiedlichen Botschaften. „Wir hören zu“ steht auf einem Schild,  „Nur Mut!“ fordert ein zweites, auf einem dritten ist eine Parkbank aufgemalt, auf einem vierten ein Hund.

Schilderwald am Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Schilder am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Der Schilderwald ist eine Aktion der GB*7/8/16 und lenkt die Aufmerksamkeit der PassantInnen und BewohnerInnen auf das Bürgerbeteiligungsprojekt. Die Schilder und ihre Botschaften sollen nicht nur dem Platz sondern auch den Menschen, die ihn auf verschiedene Weise nutzen, eine Stimme geben. Aussagen wie „Sicher nicht!“ „Input, Input, Input!“ oder „Hier will ich gehen!“ fordern provokant zum Nachdenken und zur Diskussion auf.

Schilderwald am Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Schilderwald am Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Gestalten wir einen Freiraum für alle!

Das ist keine leichte Aufgabe, denn die NutzerInnen des Johann-Nepomuk-Berger-Platzes sind keineswegs eine homogene Gruppe. Sie bestehen aus ganz verschiedenen Menschen, die den Freiraum auf unterschiedliche Weise nutzen. Diese Leute wollen wir motivieren über die zukünftige Gestaltung zu diskutieren und untereinander auszuhandeln, was es in Zukunft am Platz geben soll.

Gelegenheit dazu gibt es derzeit bis Ende März bei den Sprechstunden im Café Backeck aber auch demnächst vor Ort am Platz: An drei Terminen im Frühjahr – 4. und 25. April sowie am 4. Mai sind von der GB* moderierte Parkgespräche geplant.

Alle, die mitreden wollen, sind herzlich dazu eingeladen!