JNB-Platz 2018 – So geht es weiter!

2017 war ein turbulentes Jahr am Johann-Nepomuk-Berger-Platz!

Die Bauarbeiten zur Auskreuzung der Straßenbahnlinien 2 und 44 wurden abgeschlossen. 2018 folgt nun der Umbau der Parkanlage. Die beiden Nebengassen Abele- und Eckmüllnergasse werden als Vorfeld niveaugleich und verkehrsberuhigt ausgestaltet.

Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung war von Anfang an mit dabei, informierte AnrainerInnen und sammelte Inputs für die Neugestaltung. Auch 2018 sind wir wieder als Anlaufstelle für Eure Fragen und Anregungen vor Ort. Der Platz und seine Menschen sind uns ans Herz gewachsen. Wir freuen uns auf ein neues, spannendes Jahr am Johann-Nepomuk-Berger-Platz!

Sprechstunden im Café Backeck

Seit Herbst 2017 fährt die Linie 2 ab dem Johann-Nepomuk-Berger-Platz nach Dornbach, die Linie 44 nach Ottakring. Für NutzerInnen des öffentlichen Verkehrs, FußgängerInnen, RadfahrerInnen und PKW-LenkerInnen hat sich mit dem Umbau einiges geändert. Erste Eindrücke und Rückmeldungen konnte die GB* west im Rahmen der Feedback-Runden Ende 2017 einfangen. Dieses Frühjahr 2018 sind wir wieder regelmäßig im Café Backeck präsent. Kommt vorbei und teilt Eure Erfahrungen mit uns, oder nutzt die dortige  Feedback-Box für Eure Anliegen.

Termine
DI, 20. März, 17 bis 18 Uhr
DI, 03.04.2018, 17 bis 18 Uhr
DI, 24.04.2018, 17 bis 18 Uhr
Café Backeck, Johann-Nepomuk-Berger-Platz 1

Infobüro Haberlgasse 76

Im Frühjahr und Sommer 2018 erfolgt der Umbau der neuen Parkanlage und seiner Nebengassen.  In unserem Infobüro halten wir euch während der Umbauphase (Mai bis August) am Laufenden.

Gebietsbetreuung Stadterneuerung
Stadtteilbüro für die Bezirks 16, 17, 18 und 19

16., Haberlgasse 76
T: (+43 1) 406 41 54
west(at)gbstern.at

Park Jour fixe am neuen Platz

Nach Fertigstellung der neuen Parkanlage wollen wir den neuen Freiraum  gemeinsam mit euch erkunden und evaluieren. Wir laden herzlich zum monatlichen Park Jour fixe am Platz ein und freuen uns auf Feedback!

Der Entwurf für den Johann-Nepomuk-Berger-Platz ist da!

Im März 2017 startete das Bürgerbeteiligungsprojekt zur Neugestaltung des öffentlichen Freiraumes am Johann-Nepomuk-Berger-Platz. Zahlreiche Ideen, Meinungen und Gedanken zum Platz konnten gesammelt werden. Das Planungsbüro Carla Lo hat daraus einen Plan für den neuen Freiraum und seine beiden Nebenstraßen entworfen.

Ab 28. 11. sind alle herzlich eingeladen, im Lokal der GB*7/8/16 einen Blick auf die aktuellen Pläne zu werfen. Eine kleine Ausstellung blickt auf die Monate der Bürgerbeteiligung zurück. An 3 Terminen kommen PlanerInnen und VertreterInnen des Bezirk zur Entwurfspräsentation und Feedback-Runde in die GB*7/8/16. 

Termine

Dienstag, 28.11.2017
Donnerstag, 30.11.2017
Dienstag, 5.12.2017

16 – 18 Uhr: Information zu Entwurf und Projektstand mit der GB*7/8/16
18 – 19 Uhr: Entwurfsvorstellung und Fragerunde mit den PlanerInnen von Carla Lo Landschaftsarchitektur.

Lokal der GB*7/8/16
Haberlgasse 76
1160 Wien

Die Würfeluhr kommt zurück!

Um die Würfeluhr am Johann-Nepomuk-Berger-Platz haben sich so manche AnrainerInnen in letzter Zeit Sorgen gemacht. Im Zuge der Bauarbeiten musste die Uhr vorübergehend entfernt werden. Die gute Nachricht: Die Würfeluhr bleibt erhalten und wird noch dieses Jahr wieder am Johann-Nepomuk-Berger-Platz aufgestellt!

Die würfelförmigen Uhren sind nach wie vor ein beliebter Bestandteil des Wiener Stadtmobiliars. Ihre heutige Form besteht seit der Jahrhundertwende des vorigen Jahrhunderts. Sie setzt sich aus 6 gleichseitigen Acht-Ecken und 8 Dreiecken zusammen. Das entspricht einem Würfel, dessen Ecken gekappt worden sind.

Die Würfeluhr einst und heute

Bereits 1885 gab es die erste Ständeruhr am Naschmarkt, damals allerdings noch nicht in Würfelform. Der erste Prototyp wurde 1907 neben der Staatsoper an der Kreuzung Ring und Kärntnerstraße aufgestellt. Sie wurde von einer „Mutteruhr“ in einer nahe gelegenen Litfaßsäule durch elektrische Impulse gesteuert.

Nach und nach wurde das Netz der Wiener Uhren ausgebaut. Ab 1948 nutzte man ein zentrales Uhrensteuerungssystem, das über das Leitungsnetz der Feuerwehr gesteuert wurde. 1965 gab es 115 zentral gesteuerte Uhren, weitere 22 mussten noch von Hand aufgezogen werden. Seit den 70er Jahren werden die Würfeluhren über Funk gesteuert.

Die Wiener Städtische hat 2007 die teuren Wartungsarbeiten der Uhren übernommen und ist deshalb mit ihren Logo auf den Uhren vertreten.

Achtung Baustelle! Bauarbeiten am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Die Bauarbeiten für die neue Streckenführung der Straßenbahnlinien 2 und 44 haben mit Juli begonnen. Über die Sommermonate wird gearbeitet, weshalb sich vorübergehend so mancher Alltagsweg rund um den Johann-Nepomuk-Berger-Platz verändert.

Die Änderungen im Überblick
  • Der motorisierte Individualverkehr wird bis Ende des Jahres umgeleitet.
  • Die Straßenbahnlinien 2 und 9 werden bis 2. September verkürzt geführt.
  • Die Linie 44 ist bis dahin eingestellt.
  • Zwischen Dornbach, Güpferlingstraße und Rosensteingasse fährt der Ersatzbus 44E.
Plan Bauarbeiten Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Schienenersatzverkehr am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Nach den Sommerferien können die Linien 2 und 44 bereits in ihrer neuen Streckenführung fahren. Die beiden neuen Direktverbindungen aus Ottakring und Hernals ins Zentrum sind somit ab 2. September aktiv!

Infos zum Umbau und Straßenverkehr

Website der Wiener Linien
Kundendienst der Wiener Linien: 01/7909100
Infoline Straße und Verkehr der Stadt Wien: 01/95559

Bezüglich der Gestaltung des Parks halten wir euch auf dem Laufenden. Derzeit ist der Entwurf noch in Arbeit, die Bauarbeiten sind für das Frühjahr 2018 geplant.

JNB-Platz NEU – Die Planung kann beginnen!

Jede Menge Inputs, Wünsche und Ideen der BewohnerInnen haben die MitarbeiterInnen der GB*7/8/16 in den letzten zwei Monaten für die Neugestaltung des Johann-Nepomuk-Berger-Platzes gesammelt. Viele haben die Möglichkeit zur Beteiligung genutzt und wichtige Themen eingebracht.

Nun wird es konkreter: Carla Lo und ihr Team arbeiten derzeit an einem ersten Entwurf für den urbanen Park. Die jungen LanschaftsarchitektInnen konnten bei der Ausschreibung überzeugen und wurden mit der Planung beauftragt. Über den Auftrag hat sich das Büro sehr gefreut, insbesondere auch deswegen, weil Samuel Bucher, der an dem Projekt maßgeblich beteiligt ist, in der Nähe des Platzes wohnt, also selber Anrainer ist.

Carla Lo und ihr Team
Carla Lo und ihr Team
Was passiert jetzt mit dem Johann-Nepomuk-Berger-Platz?

Was sind die Herausforderungen aus planerischer Sicht und wie geht man mit den Inputs aus der Bürgerbeteiligung um? Wir waren neugierig und haben das Team in ihrem Büro im 3. Bezirk besucht.

Das Planungsbüro Carla Lo gibt es seit 2009. Das Team hat in den letzten Jahren vermehrt Projekte für die Stadt Wien entwickelt und dabei auch Erfahrungen mit Bürgerbeteiligungsprozessen gesammelt. Zum Beispiel im 15. Bezirk beim Projekt Grünes Grätzel Maria vom Siege oder im Sachsenpark.

„Das Schwierige an den Beteiligungsprozessen ist klarerweise, dass man es niemals allen recht machen kann. Man kann leider Vieles nicht erfüllen. Das Herausfordernde ist auch, dass uns oft ‚Bilder‘ erzählt werden. Eine Rose ist aber oft nicht nur eine Rose, sondern steht für einen gemütlichen Sitzplatz, für Ruhe, fürs Entspannen oder für die Natur, vielleicht auch für Bienen, die da rumsurren oder für die Schmetterlinge! Diese symbolischen Bilder müssen wir als PlanerInnen erst mal entschlüsseln um herauszufinden welche Qualitäten wirklich gewünscht sind!“

Ihr momentaner Eindruck vom Platz ist der, eines dunklen und schattigen Ortes, mit wenigen Nutzungsmöglichkeiten. Es gibt also noch einiges zu tun! Dabei ist es aber wichtig, nicht zu gruppenspezifisch zu arbeiten, sondern „eine neutrale Gestaltung im Vordergrund zu behalten, damit der Platz möglichst vielen verschiedenen NutzerInnengruppen offen bleibt“. Als Freiraumplanerin ist man stets so eine Art Anwältin aller!“, meint Carla. „Der öffentliche Raum ist und soll ja für alle da sein!“ Dass dies nicht immer eine einfache Aufgabe ist, kann man sehr gut am Beispiel des Johann-Nepomuk-Berger-Platzes beobachten: „die Wünsche und Ansprüche sind wirklich unterschiedlich und zum Teil sehr widersprüchlich!“ Verständnis für unterschiedliche Bedürfnisse wünscht sich Carla deshalb auch von den NutzerInnen selbst: „Es wäre schön, wenn die unterschiedlichen AnrainerInnen über ihre eigenen Ansprüche hinaus sehen und auf andere NutzerInnen Rücksicht nehmen. Nur so kann ein gutes Miteinander am Platz gelingen!“

Neben funktionalen gibt es aber auch räumliche Herausforderungen die zu meistern sind: „Gestalterisch wird es am Johann-Nepomuk-Berger-Platz herausfordernd sein, den Baumbestand mit der Neuplanung zu überlagern“, so Carla Lo.

Es bleibt also weiterhin spannend. Wir danken Carla für das nette Gespräch und freuen uns auf den Entwurf.

BewohnerInnen reden mit! Parkgespräch #3 zum Thema Begrünung

Das dritte und letzte Parkgespräch am Johann-Nepomuk-Berger-Platz fand vergangenen Donnerstag statt. Im Mittelpunkt stand das Thema Begrünung. Grünraum-Expertin Christine Holz von der MA42 (Wiener Stadtgärten) war zu Gast und gab Input zu den Möglichkeiten der Bepflanzung.

Machen wir’s Grün!

So lautete das Motto des dritten Parkgesprächs. Dass der neue Park grün werden soll, darüber ist man sich einig. Über so manches Detail gab es dann doch einiges zu diskutieren.

„Lasst uns mit einer Bestandsaufnahme beginnen. Welche Grünelemente gibt es bereits am Platz ?“ leitet Martine von der GB* das Gespräch ein. Da wäre zum Ersten der Baumbestand. „Die Bäume tun dem Platz gut. Sie müssen unbedingt erhalten bleiben.“ meint ein Teilnehmer. „Wir brauchen sie als Schattenspender im Sommer und zur Verbesserung des Mikroklimas.“ Ganz erhalten geht dann aber doch nicht, weiß die GB*: die beiden Robinien entlang der Ottakringer Straße und der Hibiskus gehen beim Umbau verloren. Ersatzpflanzungen sind aber vorgesehen.“Wie wäre es denn mit Birken?“ meint eine Dame. „Ach nee, lieber etwas Kleineres“ ruft eine andere. „Ob man den schönen Hibiskus nicht versetzen könnte?“ will ein Herr wissen. „Probieren können wirs. Aber Ausfälle wird’s sicher geben bei so großen Pflanzen“ wissen die ExpertInnen.

Dann wäre da die Grünfläche. Sie wird derzeit hauptsächlich von HundebesitzerInnen genutzt.“Ich würde aber gerne im Sommer in der Wiese liegen, so wie zum Beispiel im Votivpark.“ wünscht sich ein Anrainer.

Und was sagt man zu den Staudenbeeten? Hier sind die Geschmäcker verschieden. „Die trockenen Gräser gefallen mir nicht!“ meint eine Frau, deren Meinung aber aber nicht alle teilen. Dem Wunsch einer Bewohnerin, Rosen anzupflanzen, entgegnet Frau Holz: „Rosen sind zu Aufwendig in der Pflege, sie müssen häufig geschnitten werden. Und wenn die Bepflanzung dann vernachlässigt aussieht, hat auch keiner was davon!“

Ideen gab es auch zum Thema Urban Gardening: Ein Gemeinschaftsgarten oder Hochbeete zum Gärtnern für BewohnerInnen könnten angedacht werden. Auch der Kindergarten in der Feßtgasse möchte sich einbringen: „Verschiedene Bäume, die wir im Jahreskreis beobachten und betreuen könnten, wären eine gute Idee. Und eventuell beim Pflanzen schon mitzuhelfen, das wäre total cool!“

Parkgespräch #3
Parkgespräch #3
Jetzt wird geplant!

Alle Wünsche, Ideen, Gestaltungsgsvorschläge und sonstige Inputs der BürgerInnen wurden von der GB*7/8/16 zusammengefasst und an das Planungsbüro Carla Lo übergeben. Die LandschaftsarchitektInnen arbeiten nun an einem ersten Entwurf für den neuen Johann-Nepomuk-Berger-Platz. Noch vor dem Sommer soll der Vorentwurf in der GB* präsentiert werden. Alle sind herzlich eingeladen, den PlanerInnen Feedback zu geben!

Am Johann-Nepomuk-Berger-Platz wünsche ich mir…

Was wünschen sich Jugendliche für den Johann-Nepomuk-Berger-Platz? Wir waren vor Ort und haben einige Meinungen eingeholt. Marjan kommt auf ihrem Schulweg täglich hier vorbei und meint folgendes:

„Ich durchquere den JNB-Platz täglich auf dem Weg in die Schule und beobachte ihn dabei. Mir fällt es auf, dass sich hier hauptsächlich ältere Menschen aufhalten, Jugendliche und kleine Kinder sieht man kaum. Das kann man eh nur ändern, indem man Aufenthaltsräume schafft, die speziell für Jugendliche und Kids „geschnitten“ sind.
Wir brauchen Sitzgelegenheiten, die man auch im Regen oder im Winter nutzen kann. Meine FreundInnen und ich spielen beispielsweise liebend gerne Uno im Freien.“

Auch Mehmet und Tarik sind oft hier am Platz und wünschen sich einen ruhigen Ort zum Lernen.

Mehmet und Tarik am JNB-Platz
Mehmet und Tarik am JNB-Platz

„Wir wünschen uns schöne und bequeme Lernplätze für den JNB-Platz!
Der idealer Lernplatz? Unter einem Baum in einer ruhigeren Park-Ecke.
Kleinere grüne Hügel wären auch super, damit man sich draufsetzen kann, um sich mit der Natur zu vereinen!  Viel Grün, bitte!“

Marino und Mert hingegen würden sich über eine Möglichkeit zum Ballspielen freuen.

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Marino: „Ich gehe am JNB-Platz oft vorbei. Der Grund, warum es hier kaum Jugendliche gibt ist, dass es hier kaum etwas für uns gibt. Was sollen wir hier bitte machen?
Ein Ballspielplatz wäre super!  Viele Jugendliche würden dann hierher zum spielen kommen.
Mert: ..und für Mädchen dann zum Beispiel ein Volleyballplatz!
Was mir auch noch auffällt: der Asphalt hier ist recht uneben, man stolpert oft.

BewohnerInnen reden mit! Parkgespräch #2 zum Thema Verkehr

Das Thema Verkehr am Johann-Nepomuk-Berger-Platz stand im Mittelpunkt des Parkgesprächs vergangenen Dienstag. Wie auch schon beim Parkgespräch #1 kamen viele AnrainerInnen des Platzes und BewohnerInnen aus der näheren Umgebung vorbei, um zu diskutieren und sich zu informieren. Herr Kienzl von der Magistratsabteilung für Straßenverwaltung und Straßenbau (MA28) gab Auskunft zur Verkehrsorganisation.

Parkgespräch #2 JNB-Platz
Parkgespräch #2 JNB-Platz

Mit dabei waren auch zwei MitarbeiterInnen der Wiener Linien. Frau Waltjen und Herr Cremer standen den Leuten Rede und Antwort zur Änderung der Linienführung der Straßenbahnen 2 und 44. Einigen BewohnerInnen und Geschäftstreibenden bereiten die Bauarbeiten im Sommer oder die Umstellung ihrer täglichen Wege Sorgen. Letztendlich bringt aber der Linientausch für die meisten Menschen Vorteile. Herr Cremer meint dazu: „Öffentlicher Verkehr ist immer ein Abwiegen von Interessen und ein Kompromiss. 20 000 BewohnerInnen werden von der geänderten Linienführung profitieren und können schneller und auf direktem Weg in die Innenstadt fahren. Rund 300 BewohnerInnen werden umsteigen müssen.“

Parkgespräch zum Thema Verkehr
MitarbeiterInnen der Wiener Linien beantworteten Fragen zum öffentlichen Verkehr

Am 3.7. starten die Bauarbeiten, weshalb der Platz während der Sommerferien für den gesamten Verkehr gesperrt wird. Die Linie 44 kann nicht fahren und die Linien 2 und 9 werden kurz geführt. Während dieser Zeit ist ein Ersatzbus zwischen Rosensteingasse und Dornbach geplant.

Der Park und seine Nebenstraßen

Was den Park betrifft, so ging es konkret um die Einbindung der beiden angrenzenden Nebenstraßen Abelegasse und Eckmüllnergasse. Martine Claus von der GB* stellte erst ein paar Varianten der Gestaltung vor, danach wurde diskutiert.

  • Sollen die Straßen durchgehend befahrbar bleiben oder nicht?
  • Können sie zu Einbahnen, Sackgassen oder Wohnstraßen werden?
  • Soll es Längs- oder Schrägparkplätze geben?
  • Kann der Park in den Straßenraum erweitert werden?
  • Macht eine Niveauangleichung Sinn?
Parkgespräch #2 am JNB-Platz
Aufzeichnungen zum Parkgespräch #2 am JNB-Platz

Das nächste Parkgespräch widmet sich dem Thema Begrünung. Zusammen mit einer Expertin der Wiener Stadtgärten (MA42) können verschiedene Möglichkeiten der Bepflanzung vorgeschlagen und diskutiert werden. Kommt vorbei und redet mit!

Parkgespräch #3
4.5.2017, 16-18 Uhr

Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Damals am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Der Johann-Nepomuk-Berger-Platz hat nicht nur eine Zukunft als neu gestalteter urbaner Platz vor sich, sondern auch eine spannende Vergangenheit hinter sich. Wir haben uns näher mit der Geschichte des Platzes beschäftigt und sind dabei auf einige interessante Fakten gestoßen.

Johann-Nepomuk-Berger war Rechtsanwalt, Schriftsteller und liberaler Abgeordneter während der Zeit der Monarchie. Berger kaufte den Platz vom Staat und überließ ihn später den Gemeinden Ottakring und Neulerchenfeld zu einem günstigen Preis.

Marktplatz und Pferde-Altersheim

Um die Jahrhundertwende war am „Berger-Platz“ ziemlich viel los, er war schon damals ein sehr urbaner Platz. Es gab einen Markt, ein markantes Brunnenhaus zur Wasserentnahme, und auch das Bürgermeisteramt (die heutige Bezirksvorstehung am Richard-Wagner-Platz) war in einem der Gebäude untergebracht. An der nördlichen Seite lag ein Heim für marode Straßenbahn-Pferde, das allerdings mit der Einführung der elektrischen Straßenbahn bald geschlossen wurde.

Der Johann-Nepomuk-Berger-Platz um 1900
Der Markt am Johann-Nepomuk-Berger-Platz um 1900
Vergnügen und Unterhaltung

Unterhaltung war am Johann-Nepomuk-Berger-Platz nach 1900 groß geschrieben. Johann und Helene Nehéz zogen mit ihrem Zentral Kino 1911 von der Ottakringer Straße an die Ecke Abelegasse / Eckmüllnergasse. Heute beherbergen die ehemaligen Kinoräumlichkeiten einen Flohmarkt, der jedes Wochenende geöffnet hat und durchaus einen Besuch wert ist!

Flohmarkt Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Flohmarkt im ehemaligen Zentral Theater am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Auf der anderen Platzseite neben der Feuerwehr befand sich das bekannte Vergnügungslokal Varieté Westend. Hans Moser spielte hier am Anfang seiner Schauspielkarriere, und auch die skandalumwitterte Josephine Baker hatte hier einen Gastauftritt. Im Jänner 1938 wurde das Theater abgerissen, um einem Wohnhaus und der Erweiterung der daneben befindlichen Feuerwehr Platz zu machen.

Direkt über der Ausfahrt der Feuerwehr ordinierte in den 1960er Jahren ein beliebter Kinderarzt, bei dem die Wartezeit durch ausfahrende Feuerwehrautos durchaus spannend war…

Die Ottakringer Brauerei war damals noch viel kleiner als heute. Auf dem Areal befand sich um die Jahrhundertwende eine Waffenfabrik, später mehrere Wohnhäuser. Die Gebäude wurden abgerissen, die Brauerei expandierte und wurde zum Landmark am heutigen Johann-Nepomuk-Berger-Platz.

JNB-Platz 1936
Johann-Nepomuk-Berger-Platz 1936

Wir bedanken uns beim Bezirksmuseum Ottakring, das uns die historischen Aufnahmen freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat!

Am Johann-Nepomuk-Berger-Platz wünsche ich mir…

Heute waren wir wieder am Johann-Nepomuk-Berger-Platz unterwegs und haben mit Menschen gesprochen, die sich oft dort aufhalten. Trotz Aprilwetter nahmen sich einige NutzerInnen des Platzes Zeit für ein Gespräch und verrieten uns, was ihnen bei der Neugestaltung wichtig ist.

„Wenn ich mich so umsehe, sehe ich am JNB-Platz hauptsächlich Männer. Warum eigentlich?
Vielleicht kann man sich diese Frage bei der Umgestaltung stellen. Was muss dieser Platz haben, um auch Frauen aktiv anzusprechen?“

Sara am Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Sara am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

“Ich bin nicht gerade die ängstlichste, aber die Beleuchtung hier ist katastrophal. Machen Sie einen sicheren Ort aus diesem Platz! Eine gute Beleuchtung ist für alle, besonders aber für Frauen sehr wichtig. Offene Flächen sind auch ein Muss. Bloß keine Gebüsche und Verstecke einplanen, dann sind wir schon auf dem richtigen Weg!“

Petra am Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Petra am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

„Ich wünsche mir, dass hier an diesem Platz viel mehr für Frauen gemacht wird. Wo sollen denn Frauen mit kleinen Kids hin? Nicht zum JNB-Platz, sage ich Ihnen, weil es für sie hier gar nichts gibt. Oft reicht auch nur eine einzige Sandkiste. Das ist doch kein großer Eingriff. Denken sie bei der Umgestaltung bitte daran, ok?!“

Beatrix am Johann-Nepomuk-Berger-Platz
Beatrix am Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Und was wünscht ihr euch am Johann-Nepomuk-Berger-Platz? Was fehlt? Was würdet ihr anders machen? Schreibt uns an gb16@gbstern.at